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Die SIA-Gruppe der Firma Schmalz präsentiert – unter Einhaltung des Mindestabstandes – ihren im Rahmen des SIA-Projektes konstruierten Prüfstand für einen Schrittmotor.

Mindestabstand garantiert: Die SIA-Gruppe der Firma Arburg mit ihrem Betreuer Herrn Kilgus vor einer CNC-Maschine in der Lehrwerkstatt der Firma Arburg.

Die SIA-Gruppe der Firma Fischertechnik mit ihrem Betreuer Herrn Knecht und ihrem Modell zum Produktionsprozess in der Firma Fischer.

07.08.2020 11:40

Schüler-Ingenieur-Akademie der HSS trotz Corona-Restriktionen erfolgreich

Anfang diesen Jahres konnten sich die Teilnehmer*innen der Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) der Heinrich-Schickhardt-Schule (HSS) in Freudenstadt noch über ihre exzellenten Ergebnisse in der Zwischenprüfung freuen. Wenige Wochen darauf wurden sie infolge des Lockdowns – wie wir alle – vor ungeahnte Herausforderungen im Rahmen ihrer Projektarbeiten gestellt. Von einem Tag auf den anderen konnten sie weder in ihre betreuenden Betriebe gehen noch sich in der Schule miteinander oder mit den Lehrkräften absprechen. Die digitale Kommunikation in Form von Videokonferenzen, Chats und E-Mails musste die face-to-face-Kommunikation ersetzen. Dieser Umstand war für die SIA ein Novum, wenngleich die Schüler*innen von der vorbildlichen digitalen Infrastruktur der HSS profitierten, da die meisten aus Tabletklassen stammten und Office 365 seitens der HSS für alle Schüler*innen zur Verfügung gestellt wurde.

Ungewohnt war auch das Format der Abschlussprüfungen, welche nicht in den jeweiligen Betrieben, sondern in den Räumen der HSS stattfinden mussten. Neben der jeweiligen Projektgruppe waren nur die betreuenden Lehrkräfte, Horst Bumiller und Verena Wernet, physisch anwesend. In vielen Fällen wurden die Betreuer*innen in Eigenregie der Schüler*innen aus den Betrieben via Teams oder Zoom dazugeschaltet. Die Übergabe der sehenswerten Projektergebnisse an die Betriebe musste leider in einem informellen Rahmen stattfinden. Darunter waren die Optimierung eines Datenübertragungsprozesses zwischen einer Werkzeugmessmaschine und einer CNC-Maschine (Arburg), ein Produktionsmodell von Fischerdübeln im Rahmen von Industrie 4.0 (Fischer), die Programmierung eines woodWOP-Programms zum Fräsen eines Puzzles auf CNC-Maschinen (Homag), ein Konzept zur digitalen Teilenachnachverfolgung (Müller Mitteltal), ein Prüfstand für einen Schrittmotor (Schmalz) und ein Messeausstellungsstück (Woodward L’Orange). Angesichts der vielen Restriktionen ist es umso bemerkenswerter, dass alle Gruppen ihre Projekte weitgehend abschließen konnten und ihre Ergebnisse in den gelungenen wissenschaftlichen Ausarbeitungen dokumentieren konnten.

Summa summarum kann festgehalten werden, dass die Schüler-Ingenieur*innen die ungeahnte Herausforderung annahmen und den ungeplanten Umständen mit Kreativität und Innovationsdrang erfolgreich trotzten – ebenso wie es die Ingenieur*innen, welche sie betreuten, zwangsläufig tun mussten. Folglich zeigt sich hier ein weiteres Mal, wie praxisnah in der SIA gelernt, gearbeitet und entwickelt wird. Der Dank der HSS geht an die Betriebe, welche auch in dieser wirtschaftlich herausfordernden Zeit sich die Zeit nahmen, ihre Projektgruppen mit viel Engagement und Elan seitens der Betreuer*innen zu begleiten. Die kooperierenden Betriebe waren: Arburg, Fischer, Homag, Müller Mitteltal, Schmalz und Woodward L’Orange.