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Schüler der HSS bei der Arbeit an der Smart Factory von rechts: Bugrahan Akyüz und Marcel Haag

15.01.2019 13:58

Industrie 4.0 hält Einzug in der Lehrlingsausbildung der Heinrich-Schickhardt-Schule

Azubis der Heinrich-Schickhardt-Schule arbeiten heute schon mit der Technologie von morgen.

Eine selbst gebaute Modellanlage für die Vermittlung der Grundlagen einer „Smart Factory“ steht den Auszubildenden an der Heinrich-Schickhardt-Schule neuerdings zur Verfügung. Seit diesem Schuljahr gelten für die Ausbildungsberufe Elektroniker/in und Mechatroniker/in neue Lehrpläne, bei dem das Thema Industrie 4.0 stark hervorgehoben wurde. Um dieses zukunftsträchtige Konzept umzusetzen wurde die Anlage an der Heinrich-Schickhardt-Schule konzipiert.

Bei einer „Smart Factory“ handelt es sich um eine verkettete Anlage, mit der individuelle Produkte bis zur Losgröße eins gefertigt werden können. Ein klassisches Beispiel so einer smarten Produktion sind Turnschuhe, die heute schon vom Kunden individuell gestaltet online bestellt werden können. Die Versuchsanlage an der Heinrich-Schickhardt-Schule besteht aus drei einzelnen nacheinander folgenden Bearbeitungsstationen.

Je nach Kundenauftrag machen diese Stationen unterschiedliche Bearbeitungsschritte. Der Auftrag ist dabei auf einem RFID-Chip am Werkstück hinterlegt, der an den Stationen drahtlos ausgelesen wird. „Die Komplexität einer Industrie 4.0-Anlage auf ein übersichtliches und vor allem ein von Auszubildenden verständliches Modell herunterzubrechen war eine Herausforderung“, so Thomas Frietsch, der an der HSS für das Thema Industrie 4.0 zuständig ist und das Übungsmodell aufgebaut hat. Optisch wirkt der Versuchsstand sehr provisorisch, doch das ist so gewollt: „Man sieht sofort wie alles miteinander vernetzt ist und die einzelnen Komponenten zusammenhängen“, so Felix Gaiser, Auszubildender zum Elektroniker für Automatisierungstechnik im zweiten Ausbildungsjahr. Das Modell ist jedoch nur der erste Schritt, um in das Thema Industrie 4.0 einzusteigen. Dank der Sondermittel des Landkreises Freudenstadt wird in den nächsten drei Jahren eine Lernfabrik 4.0 an der HSS erbaut, um zukünftige Fachkräfte der Region optimal auf ihren Berufsstart in der Arbeitswelt der Zukunft vorzubereiten.