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Berufsschulklasse der HSS beim Unterricht mit den neuen digitalen Tafeln. Vorne rechts im Bild Susanne Harastko

Bilder: Schule

07.01.2019 16:16

Ende der Kreidezeit an der Heinrich-Schickhardt-Schule

Heinrich-Schickhardt-Schule unterrichtet jetzt mit interaktiven Tafeln.

Während Politiker zwischen Bund und Ländern noch über den sogenannten Digitalpakt streiten, hat die Heinrich-Schickhardt-Schule bereits vor über fünf Jahren die Weichen für die Digitalisierung ihres Unterrichts gestellt. Einen Meilenstein dieser Entwicklung stellen die vor kurzem installierten digitalen Tafeln dar. In neun Klassenzimmern sind diese montiert.

Bei den digitalen Tafeln handelt es sich um 86 Zoll große Touchscreens, die von einem eingebauten PC gesteuert werden. Durch eine spezielle Beschichtung der Oberfläche spielen Spiegelungen durch das Sonnenlicht keine Rolle. So ist das Bild immer hell und klar im Vergleich mit der Beamerprojektion.

Durch den Touchscreen ist auf dem Display ein Schreiben und Zeichnen, wie an einer herkömmlichen Kreidetafel möglich. Darüber hinaus bietet die digitale Tafel aber noch viele weitere Funktionen. So lassen sich Bilder und Videos in 4k-Auflösung darstellen. Auch das Tafelputzen gehört der Vergangenheit an. Mit einem Fingerwisch ist die Tafel wieder sauber, aber mit einem entscheidenden Vorteil. Das Geschriebene geht hier nicht verloren, sondern kann immer wieder aufgerufen werden. „In den Tabletklassen haben Schüler, die krank sind, direkt die Möglichkeit auf den Tafelaufschrieb zuzugreifen, um das verpasste nachzuholen“, so Stefan Teufel, Projektleiter für Tabletunterricht in der Elektronikerausbildung.

Mehrere Modelle von verschiedenen Herstellern haben sich die Lehrkräfte der HSS angeschaut und sich für die digitale Tafel des Herstellers Prowise aus den Niederlanden entschieden. Hier lobten Pädagogen die intuitive Bedienung. „Die Displays sind absolut wartungsfreundlich: Keine teuren Filter- und Lampenwechsel wie bei den Beamern müssen mehr durchgeführt werden“, freut sich Robert Reinhardt, der an der HSS mit für die IT-Betreuung zuständig ist, „und sollte doch wider Erwarten ein Defekt vorliegen, so haben wir sieben Jahre Garantie auf die Geräte.“ Im Laufe des Jahres 2019 plant die Schule weitere Klassenzimmer auszustatten, um so noch mehr Schülern lebendigen und interaktiven Unterricht bieten zu können.